INFELD HAUS DER KULTUR

INFELD HAUS DER KULTUR

Benedetto Fellin, Selbstbildnis als Krieger, 1978, Öl, Holz

Benedetto Fellin, Selbstbildnis als Krieger,
1978, Öl, Holz, 150 x 120 cm

Benedetto Fellin, Sumeru, 1983, Öl auf Hartfaserplatte

Benedetto Fellin, Sumeru, 1983,
Öl auf Hartfaserplatte

Benedetto Fellin, Flug der Kraniche, 2022, Oil, Canvas, 60 x 60 cm

Benedetto Fellin, Flug der Kraniche, 2022,
Oil, Canvas, 60 x 60 cm

„BENEDETTO FELLIN
50 JAHRE BILDNERISCHES SCHAFFEN“

„BENEDETTO FELLIN
50 JAHRE BILDNERISCHES SCHAFFEN“

Ausstellung im Infeld Haus der Kultur

07. März – 06. Dezember 2026

DO – SO/Feiertage 13:00 – 18:00 Uhr

Parkstraße 13, 7131 Halbturn
Tel: .+43 2172 20123
Freier Eintritt

Infeld Haus der Kultur in Halbturn widmet eine Personale Benedetto Fellin zu seinem 70. Geburtstag. Die Werke aus den letzten 50 Jahren stellen eine besondere Form figurativer Malerei dar. Der Betrachter begegnet surrealistisch anmutenden Welten, in denen höchst real Menschen, Kulturen, Religionen und Landschaften in spürbaren Zusammenhängen stehen.

Mit altmeisterlicher Maltechnik verbindet Benedetto Fellin das Gedankengut des Buddhismus und die europäische Ausdrucksweise. Der Künstler scheint wie ein Suchender zwischen zwei Welten. Aufgewachsen und stehend in der mitteleuropäischen Gedankenwelt galt schon sehr früh seine Sehnsucht der Mystik des Fernen Ostens.

Präzise, mit akribischer Genauigkeit vereint Benedetto Fellin Gegenständliches und Mystisches, er visualisiert Kontemplatives. Seine Bildsprache ist rätselhaft. In den vielschichtigen und facettenreichen Kompositionen bleibt stets das Schöne, das Vollkommene im Mittelpunkt: die Menschen, geprägt von deren Kulturen und Religionen; die sinnliche Ästhetik von Draperien; die erhabene Schönheit des Himalaya-Gebiets.

Die Spannung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem visualisiert Benedetto Fellin auch durch Verhüllungen: Ein besonders aktuelles gesellschaftliches Thema im heutigen westlichen Kulturkreis, der sich mit dem Verhüllen von Frauen konfrontiert sieht.

Tiefsinnig und magisch in der Bedeutung, verbindet Fellin Vergangenes mit dem Jetzt und der Zukunft. Oft steht sein Drang nach Harmonie im Gegensatz zu den zerstörerischen Tendenzen des technischen Zeitalters und führt zu einer Haltung leisen Protestes, welcher sich in den Bildern, in denen auch Roboter und Bitcoins Platz finden, widerspiegelt.

„Meine Bilder sind oft innere Reisen. Ich habe festgestellt, die wahre Heimat ist in mir“, schreibt Benedetto Fellin. Für ihn bilden Kunst, Leben und Sein eine Einheit.

Seine Werke laden zur Selbstreflexion ein, die Betrachtenden erfinden ihre eigenen Geschichten zu seinen Bildschöpfungen. Fellin erinnert uns wie wichtig ein achtsames Leben allen Wesen gegenüber und die Achtsamkeit im Jetzt ist.

Biografie Benedetto Fellin
Benedetto Fellin wurde 1956 in Meran, Südtirol, geboren und studierte an der Wiener Kunstakademie bei Prof. Rudolf Hausner.

Er erhielt öffentliche Auszeichnungen, wie den Hausner-Förderungspreis 1979, den Akademiefreundepreis 1983, den Theodor-Körner-Preis 1984 und den ART Award – Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs 2025.

Studienreisen führten Fellin in den asiatischen, afrikanischen und mittelamerikanischen Raum und beeinflussten die Thematik seiner Malerei. Seine Bilder wurden u. a. in Wien, Innsbruck, Kiel, München, Tokio, Bangkok und Mexiko gezeigt. Die Unterstützung bedeutender Privatsammler wie die Wiener Saitenproduzenten Margaretha und Peter Infeld förderten seine Entwicklung.

Werke von Benedetto Fellin befinden sich, neben zahlreichen Privatsammlungen, in der österreichischen Galerie Schloss Belvedere, Ferdinandeum Innsbruck und dem Reinhold Messner-Museum ‚MMM‘, Südtirol.

Der Künstler lebt und arbeitet in Wien und in Ungarn.

Die Wiener Saitenproduzenten Peter Infeld (1942-2009) und seine Mutter Margaretha Infeld (1904-1994) begannen Mitte der 1960er Jahre Kunst zu sammeln. Seit 2009 führt Zdenka Infeld die Familientradition weiter.

Als Schwerpunkte der Kollektion gelten die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, naive Kunst aus Kroatien, Pop Art, buddhistische Meditationsbilder aus Tibet (sog. „Thang-kas“), Art Brut, zeitgenössische Kunst aus Österreich und Kroatien.

Um die Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ließ der Kunstmäzen Peter Infeld in Halbturn im Burgenland und im idyllischen Ort Dobrinj auf der Kroatischen Insel Krk repräsentative Kulturzentren errichten. Dort werden seit dem Jahr 2000 die Werke aus der Sammlung Infeld ausgestellt. Insgesamt fanden in beiden Locations mehr als 120 Ausstellungen bei freiem Eintritt statt.

Herausragende Werke aus der Sammlung Infeld sind regelmäßig Teil der Ausstellungen im Inland (Albertina, Belvedere, Leopold Museum in Wien) und im Ausland (Museum der Stiftung Louis Vuitton, Paris; Museum Würth in Künzelsau, Deutschland; Osthaus Museum in Hagen, Deutschland).

Musik, Literatur und bildende Kunst haben im Leben der Familie Infeld immer eine zentrale Rolle eingenommen. Der 2009 verstorbene Peter Infeld – Kunstsammler, Mäzen sowie weltbe­kannter Produzent von Musiksaiten – hat im alten Jägerhaus des Schlosses Halbturn einen idealen Ort für seine Leidenschaft gefunden.

Umgeben von der pannonischen Landschaft des Seewinkels, in einem romantischen Park gelegen, gibt es Raum, um Unverwechselbares und Künstlerisches zu erleben.

Es ist ein Treffpunkt von internationalen und heimischen Künstlern, deren Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen zu bewundern sind.

Weitere Infos zum Infeld Haus der Kultur sowie zur aktuellen Ausstellung erhalten Sie auf der Website: www.infeld.net

© Fotos: Infeld Haus der Kultur

Gemeindeamt Halbturn

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